Innovative Digitaljournalisten in Hamburg für gepflegtes Networking zusammen bringen, Anknüpfungspunkte zu aufgeschlossenen Redaktionen finden, Innovationen in der Hansestadt sichtbar machen und fördern – das ist das Ziel der Jouvenir-Meetups, die letzte Woche Premiere feierten.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Anita Zielina und Gruner+Jahr, die uns für das erste Treffen vergangene Woche Dienstag in der Nannen-Lounge beherbergten, zünftig mit Bier und Brezeln versorgten und die Gesprächsrunde bereicherten.

jouvenir-meetup-2-im-septemberWie das bei Experimenten so ist, hatte ich keine Vorstellung, was zu erwarten ist. Und wie ich es von mir nicht anders kenne, hat mich das nicht davon abgehalten, mir 1001 Gedanken zu machen, wie der Abend wohl werden würde. Womit ich nicht gerechnet habe: Die Besucher waren Radioleute und Blogger, freie Schreiberlinge und Innovation Scouts, YouTuber, selbst ein Drehbuchautor war dabei. Eine ungewöhnlich heterogene Runde, wie ich sie lange nicht erlebt habe in diesem Berufsumfeld!

Rund 25 Leute haben nach einer kurzen Einführung und einer längeren Vorstellungsrunde einen bunten Strauß an Themen diskutiert. Wir sprachen über Best Cases bei der Einbindung von Blogs im redaktionellen Umfeld, von Innovationstreiber in Redaktionen und Unterstützern, die man sich suchen kann, wenn man den digitalen Graben im Journalismus überwinden und Barrieren im eigenen Haus umrennen will. Nicht zuletzt ging es um die Frage der Monetarisierung: Ein Teilnehmer berichtete, wie er seinen YouTube-Kanal mit rund 20.000 Abonnenten vermarktet; ein anderer gab einen Einblick in die Arbeit im TV-Geschäft, genauer bei fiktionalen Programmen, und ähnlichen Hürden. Alle haben sich zunächst eine Weile beschnuppert, aber sind dann in der großen Gruppe und beim Bierchen danach auch in einzelnen Gesprächen noch spannende Themen angegangen.

Ich bin überzeugt: Jetzt, da das Eis gebrochen ist, werden wir beim nächsten Mal noch konstruktiver diskutieren und uns austauschen. Überraschender- und erfreulicherweise waren viele zwar primär wegen des Netzwerkens da, hatten aber auch konkrete Anliegen, etwa die besagten Best Cases zu sammeln oder gemeinsame Strategien zu entwickeln, wie Innovationsverhinderer „besiegt“ werden können. Sprich: Jouvenir hat das Potential, mehr als ein Ort fürs Netzwerken zu sein. Meine Idee dahinter ist schließlich auch: die Bedürfnisse von Digitaljournalisten in Hamburg erkunden, um herauszufinden, wie die Arbeit verbessert und innovativer Journalismus besser sichtbar gemacht werden kann.

Wenn ihr dabei wart: Ich hoffe, euch hat es gefallen, ihr habt spannende Kontakte geknüpft und seid beim nächsten Mal wieder dabei!

Wenn ihr den ersten Termin verpasst habt: Im September gibt’s den nächsten!

Ich suche dafür noch einen freundlichen Gastgeber: Das Unternehmen sollte Anknüpfungspunkte zu digitalem Journalismus, Innovation und/oder dem Thema Kollaboration haben und Platz für rund 30 Leute an einem Wochentag abends bieten.