In diesem Jahr war ich, wie im Blog bereits mehrmals geschildert, Teil der DJV-Arbeitsgruppe „Zukunft des Journalismus“, in der wir über Gegenwart und Zukunft unserer Zunft gesprochen, vor allem aber nach Konsequenzen für Journalistinnen und Journalisten gefragt haben. Seit diesem Wochenende ist das Ergebnis – acht Thesen – online, es geht unter anderem um Freiraum und Solidarität, digitale Kompetenz und Marken; nachzulesen hier.

Da dies schon jetzt eine häufige Anmerkung ist: Ja, in unseren Thesen wird der finanzielle Aspekt und die Frage nach der zukünftigen Wirtschaftlichkeit komplett ausgeklammert, da sich hiermit eine eigene Arbeitsgruppe intensiv auseinandergesetzt hat. Was nicht heißt, dass dieser wichtige Faktor nicht dennoch in unsere Arbeit eingeflossen wäre. Im Gegenteil war die Frage nach der Finanzierbarkeit natürlich immer da, aber ich bin sehr froh, dass wir über die Umbrüche nachdenken konnten, ohne Lösungen für eines der Kernprobleme präsentieren zu müssen.

Stattdessen haben wir uns darauf konzentriert, was heute bereits absehbar ist – Entwicklungen wie die zunehmenden Verantwortungsbereiche von Redakteuren und die verbesserungswürdige Einbindung von Freien in den Redaktionsalltag – und hoffen, mit unserer Arbeit im Deutschen Journalisten-Verband auf Gehör zu stoßen, um für ein anderes Verständnis und den im Verband notwendigen Digitalumbruch zu sorgen.

Wir haben in die Zukunft geblickt (Bild: Neil. Moralee; CC BY-NC-ND)

Heute bin ich übrigens auf dem Verbandstag des Deutschen Journalisten-Verbands in Hannover zu Besuch, um dann auch auf dem Podium vor Ort darüber zu sprechen – und bin besonders gespannt auf das Feedback aus den DJV-Reihen zu unseren Ergebnissen. Aber auch auf eures. Also nichts wie los und hier kommentieren!