I’m gonna change you like a remix/ Then I’ll raise you like a phoenix – „The Phoenix“

Oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa./ Oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa. – „My Songs Know What You Did In The Dark“

Let’s be alone together/ We could stay young forever – „Alone Together“

I’m not gonna go home alone/ Where, where did the party go?/ Na, na, na, na, na, na/ Na, na, na, na – „Where Did The Party Go?“

Whoaoaoaoaoaoa/ How the mighty fall/ … They fall in love – „The Mighty Fall“

Das sind leider schon so ziemlich die einprägsamsten Zeilen vom neuen Fall-Out-Boy-Album „Save Rock And Roll“, das seit vergangener Woche auf dem Markt (und bei Spotify) ist. Die zweite Albumhälfte ist lyrisch zwar etwas anspruchsvoller als die erste (aber auch nur, weil ich den „Ladudado, ladadada, ladadadadoo“-Auftakt zum sonst durchaus überzeugenden „Young Volcanos“ nicht mal richtig schreiben kann). Und trotzdem bleibt der Gesamteindruck: Mäh.

Mäh = fundierteste Musikkritik ever, ne?

Nicht dass es nicht ins Ohr gehen und nach ein paar Mal hören irgendwie gefallen würde, aber das neue Album von Fall Out Boy ist näher dran an den Hipster-Charts-Dance-Ausflügen von Frontmann Patrick Stump und hat nur noch wenig mit der Emo-Pop-(Whatever-)Punk-Band zu tun, die ich damals während des Studiums kennen und lieben lernte. (Und die für mich für besondere Erinnerungen steht – wieso sonst würden sie eine eigene Rezension in diesem Nicht-Musik-Blog-Blog bekommen?)

Damals. Als sich ihre Zeilen noch nicht so zwanghaft reimten und ihr Sound zwischen Ke$ha und (den neuen) Maroon 5 noch richtig aufgefallen wäre. Als sie noch keine Synthesizer brauchten, Pete Wentz noch der heimliche Frontmann war und hin und wieder zwischen die Melodien von Patrick Stump schrie und als man vor allem manche Lyrics ihrer Songs noch regelrecht analysieren musste und konnte.

If you didn’t think that Fall Out Boy couldn’t [sic!] produce more compelling music now that their specific genre is out of vogue…

schreibt Billboard.com über „Save Rock and Roll“. Den Satz zitiere ich mit Absicht nicht zu Ende, denn genau das geht mir gerade durch den Kopf: Emo-Pop-Punk, mit Spaß, aber Hirn, wie ihn FOB Anfang der 2000er bekannt machte, mag nicht mehr en vogue sein. Und doch hätte ich ihn um so vieles lieber gehört als diese unausgegorene Mischung, die sich regelrecht anbiedert, den Sound der Band für eine neue Generation zugänglich zu machen.

My pen is the barrel of the gun./ Remind me which side you should be on.

Enough said.