Im Februar wieder da: die Social Media Week HamburgIm Durchschnitt setze ich zehn Tweets am Tag ab, sagt meine Tweetdeck-App auf dem Smartphone aktuell. Twitter, dieses für mich oberste Kommunikationstool, das seit nunmehr vier Jahren nicht mehr aus meinem Arbeitsalltag wegzudenken ist! Es beschäftigt mich weit jenseits des simplen Absetzens von Nachrichten, Verbreitens von Links oder Diskutierens mit oftmals Fremden. Für mich als Journalistin ist die oft zitierte und doch ungreifbare Weisheit der Masse in diesem Medium von höchstem Wert.

Was es bedeutet, Twitter und andere Möglichkeiten des Social Webs für die journalistische Arbeit zu nutzen, sich als Redaktion zu öffnen und sich auf diesen Wegen von der klassischen Sender-Empfänger-Mentalität des Journalismus zu entfernen, habe ich zuletzt häufiger thematisiert (zum Beispiel hier oder hier). Auch mit Datenjournalismus und generell technischen Fähigkeiten habe ich mich beschäftigt. Ich bin froh, als Beirat der Social Media Week (SMW) diese neuen Perspektiven für Journalisten und Perspektiven der Leser auf Journalismus thematisieren und auch jenseits des Fachpublikums darauf aufmerksam machen zu können.

Social Media Week Hamburg – 18. bis 22. Februar

An der SMW bin ich vor allem als Redaktionsleiterin von VOCER beteiligt. In dieser Rolle möchte ich gleichermaßen Journalisten die sozialen Medien näher bringen, ob sie sich schon darin bewegen oder nicht, und Teilnehmern aus anderen Branchen die spannende Welt des (nicht mehr ganz so) neuen digitalen Journalismus näher bringen.

Und zwar vor allem mit diesen von mir organisierten Veranstaltungen, für die ihr euch absofort auf der Website der Social Media Week anmelden könnt:

  • Montag, 18. Februar, 18 Uhr:Torial – das digitale Portfolio für Journalisten stellt sich vor. Marcus Jordan zeigt bei diesem Workshop das Start-up Torial und seine Möglichkeiten.
  • Montag, 18 Uhr „Hast Du das schon getwittert?“ – Über Nutzen und Risiken von Open Journalism. Daniel Bröckerhoff versucht sich als Journalist selbst am offenen Arbeiten, bei der Social Media Week gibt er einen guten Überblick über das Thema Open Journalism.
  • Montag, 19.30 Uhr: SpeedSpiration Networking-Abend. Als Co-Gründerin der Digital Media Women habe ich außerdem dieses Event initiiert, auf das ich mich sehr freue!
  • Dienstag, 19. Februar, 15 Uhr: Die Weiten hinter den 140 Zeichen. Twitter als journalistisches Tool. Maike Haselmann, Social-Media-Managerin von „Spiegel Online“, wird in einem Kompakt-Workshop allen publizistisch Interessierten die Möglichkeiten von Twitter als Tool für Recherche und Veröffentlichung zeigen. Ist eher was für Anfänger in den sozialen Medien.
  • Dienstag, 13.30 Uhr: Der Nerd-Werkzeugkasten für Journalisten. Um das Buzzword Datenjournalismus bzw. Tools, mit denen sich datenjournalistisch arbeiten lässt, geht es bei diesem Workshop des Programmierers und Medientrainers Axel Dürkop. Auch wer schon journalistisch arbeitet und digital versiert ist, sollte hier vorbeischauen.
  • Dienstag, 19. Februar, 15 Uhr: Welche Infos stecken in Facebook, Twitter & Co.? Soziale Netzwerke verstehen und visualisieren. Marco Maas von opendatacity.de wird direkt im Anschluss an die Einführung von Axel Dürkop (siehe oben) mit Gephi ein konkretes Visualisierungstool vorstellen, das für Journalisten und Blogger interessant sein könnte.
  • Dienstag, 18.30 Uhr: NextMedia: Weltreise in die Zukunft der Medien. Um Journalismus und digitalen Wandel in anderen Ländern geht es in diesem Reisebericht der Journalistinnen Amrai Coen und Caterina Lobenstein, die Ende 2012 dafür unter anderem Japan und Südamerika bereisten. Die beiden haben auch auf VOCER davon berichtet, und ich freue mich, sie endlich persönlich kennenzulernen und ihnen viele spannende Reisedetails zu entlocken!
  • Mittwoch, 20. Februar, 18 Uhr: Wie Medienmarken online ihre Leser binden, wird Thema dieses Abends sein. Euch erwarten kurze Impulsvorträge und dann eine Gesprächsrunde mit Lars Wienand („Rhein-Zeitung“), Maike Haselmann („Spiegel Online“) und Sebastian Horn („Zeit Online“). Wir sprechen nicht nur über das, was die drei Medien bereits machen – sondern schauen auch auf andere Medien. Link folgt, sobald die Veranstaltung online ist.