Wenn es um Film und Fernsehen geht, sind die Amis zwar erfolgreich, aber auch sehr selbstverliebt – kein Geheimnis, aber zunehmend ärgerlich. Nicht nur, dass sie ihre eigenen Sachen aufwärmen, gelegentlich müssen auch ausländische Formate dran glauben

Bei letzterem fällt mir auf Anhieb kein Beispiel ein, wo das amerikanische Remake auch nur annähernd an das Original herangekommen wäre. Sie machen mir als Serienjunkie schon vorab Angst, die in dieser Woche startenden US-Kopien der britischen Serien „Being Human“ und – ganz besonders – „Skins“.

Gerade rege ich mich erst einmal über einen Film auf, für den Hollywood sich in England bedient hat. Es mag sein, dass es als Hommage gedacht war, immerhin ist „Death at a Funeral“ (deutscher Titel: „Sterben für Anfänger“, erschienen 2007) ein Meisterstück schwarzen Humors mit einem tollen Ensemble, allen voran der herausragende, ironischerweise amerikanische Darsteller Alan Tudyk (bekannt aus den Serien „Firefly“ und „Dollhouse“). Seine Rolle – da fängt die Unverschämtheit schon an – wurde ausgerechnet mit James Marsden besetzt. Cyclops, um Himmels Willen!

Aus schwarzem Humor wurde schwarzer Humor, denn statt der poshen britischen Familie trifft sich im US-Abklatsch eine schwarze Familie zur Beerdigung. Das mag zwar in einem Satz genannt wie ein lustiges Wortspiel wirken, aber zumindest nach dem Trailer zu urteilen hört der Spaß an dieser Stelle schon auf. Ich sage nur: Martin Lawrence, Tracy Morgan und Chris Rock in einem Film – da kann vom eher leisen Original nicht viel übrig sein. Zum Vergleich die beiden Trailer:

Das Original (2007)


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Die US-Version (2010)


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