Ausgelacht haben sie mich vorhin beim Treffen der Digital Media Women. Wieso? Weil ich doch tatsächlich statt des iPhones oder einem anderen technischen Hilfsmittel meinen kompakten schwarzen Block ausgepackt habe, um mir Notizen zu machen.

Notizblock = ein Schreibblock aus Papier, der zum Aufschreiben von Notizen dient (via Wiktionary)

Denn ja: Ich mag analog. Ich steh auf Zeitschriften, sogar gelegentlich mal diese anderen Papierformate, die in ganz groß, die so schön abfärben. Na, es liegt mir auf der Zunge… Zeitungen. Und solange iPad und Co. nicht riechen wie ein Buch und Eselsohren bekommen wie eines, bleibe ich auch bei sonstiger Literatur vorerst klassisch.

So sehr ich die Technik liebe, sie fühlt sich einfach zu oft nicht gut an. Und trauen tu ich ihr auch nicht immer. Pauschal gesagt: Google kann kaputt gehen (jetzt darf Kirstin gerne noch mal lachen). Also pflege ich parallel einen schicken schwarzen analogen Kalender, habe eine Box mit Visiten- und Karteikarten auf dem Schreibtisch und besitze sogar noch gedruckte Gelbe Seiten (auch wenn die inzwischen zwei Jahre alt sein dürften). So what? Andi nannte meine für einen Geek doch eigenartige Haltung mal Digitalartefaktphobie. Fragt mich nicht warum. Klingt aber recht hübsch.

Und so kicherten die anderen Digital Media Ladies bei unserem heutigen Treffen also vor sich hin. Erst über meine Apple-Phobie, die ich habe raushängen lassen (die Schuld liegt bei Romys iPhone und Nicoles iPad, wovon ich mich habe anstacheln lassen); dann über meine Kugelschreibernotizen. Zum Glück holte dann Anonym* ihrerseits ein Artefakt hervor, das ich zur Anschauung mal neben das modernste Gerät an unserem Tisch gelegt habe. Nicht, dass die Kuriosität der Sache nicht auch ohne den Kontrast klar würde…

* Die Person behauptete, ihr Mäppchen stamme noch aus Schulzeiten und sei möglicherweise in digitalen Kreisen inzwischen bekannt. Ich bitte, von diffamierenden Kommentaren über den Diddl-Abklatsch abzusehen. Danke.

Disclaimer: Die Digital Media Women suchen immer neue Mitglieder, also schaut doch einfach mal auf unserer Mixxt-Seite vorbei, wenn ihr in Hamburg wohnt und euch beruflich mit digitalen Medien beschäftigt. Und Frauen seid natürlich.


(Importiert vom eingestellten Tumblr-Blog „Digital Media Stories“)