Hab ich nicht erst gestern mit dem Kapitel Schulbank-Drücken abgeschlossen? Und schon sitze ich wieder in Reih und Glied im Seminar, lausche Dozenten, schaue mir PowerPoint-Folien an, diskutiere und – vor allem – grüble über die Zukunft der Medien. Déjà-vu! Ob der guten Art, wird sich zeigen, der Auftakt unter anderem mit dem mir noch aus Media-School-Zeiten in bester Erinnerung erhaltenen Steffen Grimberg von der guten alten taz war „düster“ (Zitat einer Mit-Teilnehmerin), aber vielversprechend – beim viertägigen Seminar der Grimme-Akademie, „Über Medien schreiben und informieren“.

Beim Deutschlandfunk in Köln

Beim Deutschlandfunk in Köln

Was ich bisher gelernt habe: DRadio Wissen, der neue Sender des Mit-Organisators Deutschlandfunk, soll einiges Interessantes im Programm haben (Link zur Website); ungewöhnliche Sendeformate wie alte Uni-Vorlesungen aus den Sechzigern, 1Live-Moderator/DJ Mike Litt, der offenbar sehr eindrucksvoll Musik zu einer Wissenschaft macht, und den Mut, eine Sendestrecke mit Livemusik „Lärm“ zu betiteln.

Vielleicht sollte ich doch dem Medium Radio, wenn auch nicht in der alten linearen Form, mit der ich noch aufgewachsen bin, eine Chance geben – zumal nicht nur Blogs und Twitter eine große Bedeutung zugemessen wird, sondern es offenbar auch Bestrebungen gibt, Onliner Radio machen zu lassen und umgekehrt. Und ist es nicht das, worauf die viel gepriesenen Multimedia-Ausbildungen wie die meine uns vorbereiten?

Mehr vom Seminar – sofern nicht unter Drei gibt es hier bis einschließlich Freitag. Nach den vielen Nerds der letzten Zeit und denen, die ich in der kommenden Woche bei der Next in Berlin erleben werde, tun ein paar klassische Journalisten sicherlich sehr gut. Unter anderem noch dabei: Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung und Julia Stein von „Zapp“.