"Gravity" beim US-Sender Starz
Gravity
Starz habe ich im vergangenen Jahr entdeckt, weil dort die wunderbar ironische Comedy-Serie „Party Down“ läuft, das jüngste Projekt von „Veronica Mars“-Schöpfer Rob Thomas, für das er auch immer wieder aus seinem alten Personalpool schöpft. Ein Genuss!

Im Doppelpack gezeigt wird „Party Down“ in seiner zweiten Season mit dem Comedy-Neuling „Gravity“ um eine Therapiegruppe für Selbstmörder, das sehr an Nick Hornbys düster-komischen Bestseller „Long Way Down“ erinnert. Anders als im Buch, in dem sich eine Gruppe Lebensmüder beim Suizidversuch auf dem Dach trifft und sich fortan Stütze im Elend des Alltags ist, haben die Charaktere in „Gravity“ alle schon mal den Sprung/welche Methode auch immer gewagt. Die Serie wartet auch nicht lange, bis das erste Mitglied der Gruppe erfolgreich das Zeitliche segnet; hinzu kommen einige bizarre Elemente. Robert (Darsteller Ivan Sergei, „Charmed“) etwa versuchte, mit seinem Auto von einer Klippe zu fahren – um im Pool auf dem Schwulen-Kreuzfahrtschiff zu landen. Und Lilly (Krysten Ritter, „Veronica Mars“, „Gilmore Girls“) sieht im Moment ihres vorübergehenden Todes ihre vermeintlich große Liebe und macht sich nun auf die Suche im wirklichen Leben.

„A show about life when death doesn’t work out.“ Eine herrlich komische Geschichte ist das, wenn die Todessehnsüchtigen sich gegenseitig Tipps geben und vor rechtlichen Tücken des selbstbestimmten Ablebens warnen. Und bevor ihr fragt: Ja, das darf man ruhig mal thematisieren. Und man darf sogar drüber lachen, zumal es im Grunde um die Schönheit des Lebens geht.


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