„Wir können gar nicht mehr so einfach aussteigen, das Tempo drosseln, ein Nickerchen einlegen“, schreibt Frank Schirrmacher in seiner Endzeitbeschwörung „Payback“. „Unsere … Facebook-Accounts und E-Mail-Postfächer haben unterdessen weitergetickt. Ein Nickerchen halten heißt nur, das Versäumte nachholen zu müssen.“ (Mehr dazu bei Gelegenheit, ich bin momentan keine besonders schnelle Leserin.) Und weil ich nach zwei Monaten im tiefsten Outback in Australien schon genug verpasst haben werde, wollte ich immerhin diesen neuen Hype Formspring mal ausprobiert haben, ein Portal, bei dem man anderen (auch anonym) beliebige Fragen stellen kann. Dass die nicht sofort, sondern erst bei Beantwortung durch den Nutzer sichtbar werden, erscheint mir bislang das Sinnvollste an der ganzen Angelegenheit – bei Fragen wie „Schreiben dir hier eigentlich nur Männer?“ wohl verständlich.

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Aber meine Skepsis Neuheiten gegenüber hat sich mehr als einmal als unbegründete Arroganz erwiesen, was ich unter anderem habe lernen müsse, als ich manisch regelmäßig zu twittern anfing, und zuletzt, als ich feststellte, dass die „Terminator“-Serie nicht schlecht ist, bloß weil sie auf einem Film mit Arnold Schwarzenegger basiert. Und weil man ja auch schlauer wird, will ich dieses potentielle Zwonull-Wunderchen nicht augenblicklich zerreißen, auch wenn ich nach den ersten paar Fragen auf meinem Account und ein wenig Stöbern so gar keinen Sinn erkennen will. Und Spaß macht es auch nicht, was aber – und da kommt ihr ins Spiel – daran liegen mag, dass ich einfach noch nicht genug und eher belanglose Dinge gefragt wurde.

Deshalb meine Bitte an euch: Helft mir, Formspring.me zu verstehen – oder wenigstens berechtigt zu verteufeln. Hier noch mal der Link, unter dem ihr mir Fragen stellen könnt.