Es war ein gutes Jahr, obwohl es nicht so gut anfing: Meine Knieverletzung noch aus dem Jahr 2008 bescherte mir mehrere Wochen mit einem „Roboterbein“, eine Operation und viel Physiotherapie, bis sich mein Knie wieder mit mir anfreunden konnte. Doch dann kamen die letzten Seminare, die ersten vielversprechenden Jobs, schließlich der Abschluss und – man könnte es so sagen – der Ernst des Lebens. Und was mach ich? Sage: Komm rein, Ernst, mach’s dir gemütlich, ich flüchte 16.000 Kilometer vor dir und bin dann so Anfang April wieder da.

Reisepläne wurden geschmiedet. Social Networks erobert, Kontakte geknüpft, Bücher geplant, aber nicht umgesetzt, Nächte um die Ohren geschlagen, Odysseen überstanden, Türen mit Füßen blockiert. Und Allergien entwickelt; keine wirklichen Allergien, sondern solche, die in eine Kategorie gehören wie meine Nena-Unverträglichkeit. Ein für alle Mal, liebe Facebook-„Freunde“: Steckt euch eure Glücksnüsse sonstwohin. Ich möchte auch nicht in euren Mafiaclan aufgenommen werden und lieber züchte ich Urzeitkrebse (echte, nicht die vom iPhone), als dass ich auch nur einen Fuß auf eine virtuelle Farm setze oder in euer Aquarium abtauche. Und solange ihr nicht im wirklichen Leben anfangt, euch wie Obi Wan Kenobi zu kleiden, interessiert es mich nicht im Geringsten, welcher Filmfigur ihr am ähnlichsten seid. (Danke, Facebook, für den Ignorieren-Button.)

Was mich hingegen interessiert, ist die Frage, ob ich es wohl zwei Monate ohne all das aushalte – und wenn es nur darum geht, mich künstlich aufregen zu können. Australien rückt in greifbare Nähe, ich sollte langsam mal anfangen, meine Wanderschuhe einzulaufen – und dabei am Besten das Handy zu Hause lassen. Zum Test. Ganz ehrlich – egal, was Frank Schirrmacher (den ich seit Weihnachten lese) und Sascha Lobo (um den man in diesem Jahr nicht herumkam, ob man wollte oder nicht) sagen – glaube ich, dass es schwer wird, ich mich schnell daran gewöhne, es irgendwann nicht mehr vermisse. Na ja, am Ende werde ich doch irre froh sein, wenn ich wieder bei euch bin und keinen Schritt tun muss, ohne erreichbar zu sein.

Jetzt aber erstmal noch der Serientanz der Woche, diesmal mit dem fantastischen Jon Cryer aus „Two and a Half Men“, einer Serie, die dringend auf meine To-Watch-Liste gehört…


(Direktdance)

Und an dieser Stelle kann ich mir einen weiteren Jon-Cryer-Clip einfach nicht verkneifen, seht ihn als verspätetes Weihnachtsgeschenk:


(Direktdance)

Und jetzt noch schnell die Woche auf ein paar Klicks:

„Avatar“ setzt sich in den Kinos durch, aber der erwartete Triumph samt Rekorden und überbuchten Kinosälen blieb aus – auf Spiegel Online.

Das war die TV-Season aus meiner Perspektive: Jahresrückblick eines Serienjunkies.

Und auf die 2000er Jahre werfe ich ebenfalls einen Blick zurück, genauer auf das Genre der Teenie-Serie von „O.C., California“ bis „Skins“, dem „Dawson’s Creek“ auf Crack – auf Serienjunkies.de.

„Glee“ gehört zu den besten Serien derzeit, aber so schön die Musical-Einlagen auch in Bild und Ton sind, auf CD alleine funktionieren sie leider nur halb so gut – auf Serienjunkies.de.

Mehr von mir bei den Serienjunkies wie immer hier.