Ganz früher hörte ich Bands à la Spice Girls oder Take That; später immerhin auch Pharell Williams und Konsorten, parallel dazu Songs wie meinen ewigen Ohrwurm „Stuck“ von Stacie Orrico. Heute bin ich einige Jahre älter, weiser – und mitteilungsbedürftiger. Deswegen an dieser Stelle zehn Tipps aus meiner heutigen Playlist, viel Vergnügen mit dem Feinsten nordischer Musik.

Lykke Li | Schweden

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Ist die gerade mal 23-jährige Lykke Li mit ihrer Band alleine schon großartig, kommen sie und ihre Songs umringt von Instrumenten, Passanten und anderen tollen Musikern sogar noch besser zur Geltung, zum Beispiel wie oben mit dem US-Singer-Songwriter Bon Iver oder gemeinsam mit El Perro Del Mar (siehe auch unten).

Sigur Ros | Island

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Obwohl vom Namen her schon seit Jahren auf meinem Radar (das Cover des Albums „Ágætis Byrjun“ fand ich in meinen Tonträger-Zeiten immer arg gruselig), erst vor Kurzem für mich entdeckt. Der Dank gebührt wieder einmal Felix.

El Perro del Mar | Schweden

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Zugegeben: Die Songtexte von El Perro Del Mar sind oftmals nicht besonders einfallsreich, erst Recht nicht besonders variantenreich (im obigen Song etwa nur Wiederholungen der immer selben Zeilen „God knows, I’ve been taking a lot without giving back. You gotta give to get. You gotta give to get back.“); in ihrer melancholischen Art haben die Lieder aber etwas so Intensives und Durchdringendes, das einfach mitreißt.

Múm | Island

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Hätte ich Múm zuerst gehört, hätte ich mich wohl von ihrer experimentellen Art schnell abschrecken lassen. Doch dank Mareike hatte ich letzten Monat das – und in diesem Fall ist das nicht nur so gesagt – Vergnügen, sie zu sehen. Die sieben(oder sechs?)köpfige Band schwebt, wenn sie auf der Bühne zwischen inbrünstigem Gesang, leiser Piepserei und ihren zahlreichen Instrumenten wechselt, in anderen Sphären, in die man ebenfalls eintauchen möchte. Ein Múm-Konzert ist was für die Glückshormone, das aktuelle Album „Sing Along“ eines zum Auf-den-Teppich-legen-und-Augen-Schließen („You are so beautiful to us, we want to lock you in our house“, Lyrics des Songs „Sing Along“).

Friska Viljor | Schweden

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Meine jüngste Skandinavien-Entdeckung, Friska Viljor, klingt stellenweise wie yet another Indie-Band, ihre Songs sind aber – das liebe ich ja so an nordischer Musik – durchsetzt von Folkelementen. Auf früheren Alben scheinen die Schweden sogar noch experimentierfreudiger als auf dem aktuellen, „For New Beginnings“, gewesen zu sein.

Fünf weitere Tipps in Kürze: