Gestern ist die letzte der neuen Herbstsserien mit reichlich Verspätung gestartet: „V“, ein Remake einer Miniserie und Serie aus den Achtzigern. Ich sage nur: They have arrived.

V
Auch wer von dem Original, auf der Elizabeth Mitchells neue Serie „V“ beruht, noch nie etwas gehört hatte, wartete gespannt, dass es endlich losging. Nun sind sie also da, the visitors have arrived. Im Kern geht es um eine (ziemlich große) Gruppe Außerirdischer in menschlicher Gestalt, die eines Tages auf der Erde ankommen und behaupten, Frieden verbreiten und mit ihren Technologien helfen zu wollen. Obwohl Dutzende Raumschiffe über allen Metropolen der Welt schweben, spielt die Handlung ausgerechnet in New York, wo eine FBI-Agentin (dargestellt von Elizabeth Mitchell, der Juliet aus „Lost“) in der Pilotfolge herausfindet, dass es sich bei dem vermeintlich gut gemeinten Besuch offenbar um eine von langer Hand geplante bösartige Invasion handelt. Schlimmer noch: Die Visitors lebten für Jahre unter ihnen, der Begriff Maulwurf bekommt in diesem Umfeld eine ganz neue Bedeutungsebene.

Was klingt, als sei es bloß das nächste pathetische Amerika-rettet-die-Welt-Szenario à la „Independence Day“, ist viel mehr. Nur vordergründig geht es um außerirdisches Leben und die Auslöschung der Erde. Es geht um religiöse Verklärung, um Fundamentalismus und Extremismus, Hingabe, Folgschaft, Opferbereitschaft.

Wie fasste doch Elizabeth Mitchells Figur gegen Ende der ersten Folge so schön das Kommende zusammen: „They are arming themselves with the most powerful weapon there is. Devotion.“ Und wie eine kleine Gruppe von Deserteuren und Aufständischen gegen eine weltweite Gefolgschaft ankommen will, werde ich mir ganz sicher anschauen.


(DirektV/So geht’s weiter)

Weitere Teile dieser Reihe: