Warum nur hast du ausgerechnet den Song „11th Dimension“ als erste Singleauskopplung aus deinem Solodebüt ausgewählt, Julian Casablancas?

Es scheint, als wollte er partout die alten The-Strokes-Hörer verprellen, so un-strokig kommt ausgerechnet der erste Eindruck daher. „11th Dimension“, von den elektronischen Beats näher an Bands wie Panic At The Disco als an The Strokes, geht schnell ins Ohr, einem aber auch ebenso schnell auf die Nerven. Die anderen Songs auf „Phrazes for the Young“ (hier komplett zu hören) sind da schon etwas gesetzter: Zwar dominieren die Discobeats leider auch die restlichen Songs, insgesamt ist das Elektronische aber dezenter als auf der ersten Single, Casablancas prägnante Stimme dafür umso präsenter. Von The Strokes hat das Album davon abgesehen gar nichts, besonders nicht die Anziehungskraft, die noch „First Impression of Earth“ (2005) ausübte.

Da waren die Solopfade seines Strokes-Kollegen Albert Hammond Jr. schon wesentlich schöner fürs Ohr und deswegen gibt’s jetzt hier eine Live-Version von dessen Song „Blue Skies“:


(Direktalbert)