Andere nehmen sich Vorsätze zum neuen Jahr, ich zur neuen TV-Season (nach US-Zeitplan, versteht sich). Dieses Mal: Mehr neuen Serien eine Chance geben, dafür alte wie „Heroes“ oder „Castle“, die mich entweder nicht mehr oder nicht genug begeistern, vorerst aufsparen für die Serienpausen, von denen es genug gibt. Also habe ich mir schon mal einige der neuen Shows angeguckt. Heute: „Cougar Town“, „The Beautiful Life“ und „The Good Wife“.

Cougar Town
Endlich wieder eine neue Serie mit Courteney Cox und auch wenn „Cougar Town“ sich (noch) nicht mit „Friends“ messen kann, ist die Comedy schon mal überzeugender als Cox‘ letztes Projekt „Dirt“. Und Courteney Cox macht das, was sie am besten kann: eine totale Neurotikerin spielen. Die geschiedene Jules auf Jagd nach jüngeren Männern ist zwar keine Monica, hat aber ihre Momente, wenn sie mal wieder spricht bevor sie denkt und ihr dabei die vulgärsten Sätze herausrutschen. Urteil: Definitiv sehenswert, allein schon, weil’s eine Comedy ohne die lästigen Lacher aus der Konserve ist! Hier geht’s zum vollständigen Review auf serienjunkies.de.


(Direktpuma)

The Beautiful Life
In „The OC“ mochte ich Mischa Barton immer gerne, obwohl ihre Figur Marissa nervtötend war und sie selbst auch nicht die beste Schauspielerin ist. Deswegen wollte ich ihrer neuen Serien „The Beautiful Life“ zumindest eine Chance geben, auch wenn es darin – wie sich das schon anhört – um eine WG von Models in New York und deren gemeinsames Arbeiten und Leben geht. Der Sender versucht damit wohl noch die letzten Pennys aus der America’s-Topmodel-geilen Zielgruppe zu quetschen. In meinem Review nach der ersten Folge habe ich der Serie deswegen bescheinigt, unerträglich zu sein und wurde in den Kommentaren für mein vorschnelles Urteil gesteinigt. Leute, so ist das mit dem Rezensieren: Man kann ja wohl nicht jedes Mal ein plakatives „Aber wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt“ ans Ende setzen. „The Beautiful Life“ hat mich jedenfalls auch in der zweiten Folge noch nicht wirklich gepackt, obwohl Mischa Barton sehr zu meiner Überraschung gar nicht schlecht war.
Update: „The Beautiful Life“ ist nach der zweiten Folge abgesetzt worden, das Anschauen hätte also wenig Sinn.


(Direktmodepüppchen)

The Good Wife
Zwischen all den neuen Comedies und den vielen auf junges Publikum ausgerichteten neuen Shows ist ein Drama wie „The Good Wife“ geradezu Erholung. Julianna Margulies, bekannt vor allem als die Krankenschwester, die in „Emergency Room“ George Clooney abbekam, spielt die Gattin eines Politikers, der nach Sex- und Korruptionsskandal im Knast sitzt, während sie versucht, die Familie zusammenzuhalten und nach 13 Jahren als Hausfrau und Mutter wieder in ihren alten Job als Anwältin zurückkehrt. Man fragt sich immer, was die Partner von Politikern dazu bewegt, ihnen so bedingungslos zur Seite zu stehen und in die Kameras zu lächeln. Julianna Margulies gibt einen tollen und sehr realistischen Eindruck davon. Das sowie viele Close-ups und ein guter Cast (unter anderem Chris Noth aus „Sex and the City“ und „Criminal Intent“) machen die Serie sehenswert, ob man nun auf die Welt von Politik und Recht steht oder nicht. „The Good Wife“ ist sicher keine Serie zum locker-leichten Zwischendurch-Schauen und ein einfaches Procedural wie andere Anwaltsserien ist es auch nicht, sondern sehr erwachsen, sophisticated und ernsthaft, denn es geht immer vor allem um Margulies‘ Charakter und wie sie mit dem Schicksal ihrer Familie umgeht.

(Direktwife)

Und morgen: unter anderem „FlashForward“ und „Vampire Diaries“.