Da gönnt man sich mal ein paar Tage Ruhe und schaut nicht alle paar Stunden seine Feeds durch, und gleich sammeln sich wieder so viele lesenswerte Artikel, dass man nicht mehr hinterher kommt. Weil ich aber nicht – wie neulich erst – „alle als gelesen markieren“ wollte, habe ich aus Spaß einfach mal all diejenigen zum Lesen herausgesucht, die in der Überschrift das Wort „Twitter“ hatten. Das waren ziemlich viele, was wieder zeigt: Der Hype um Twitter ist noch lange nicht vorbei, auch wenn der Dienst seit der Winnenden-Berichterstattung und dem Ashton-Kutcher-CNN-„Duell“ noch nicht wieder medialer Mittelpunkt gewesen ist.

Viel mehr scheint das Thema Twitter mittlerweile einfach so weit oben auf der Agenda von Berichterstattern zu stehen wie etwa manche Prominente, frei nach dem Motto: Sobald irgendwas Twitterbezogenes passiert, wird darüber berichtet – und zwar egal, ob Twitterkonferenz, eine Twitter-Studie, ungewöhnliche Anwendungen von Twitter im Alltag, die neuste Twitter-Suchmaschine oder ein Mann, der so in sein Twitter-Handy vertieft war, dass er beim Joggen vor einen Baum lief. Wenn es überhand nimmt, mag es nerven, aber grundsätzlich habe ich erst einmal nichts dagegen. Dass es immer noch Berichte über Selbstversuche gibt (wie aktuell diesen von Stern-Redakteurin Andrea Ritter) hilft, Twitter noch bekannter zu machen. Wen die ständigen Wiederholungen der Dos und Don’ts nerven, der soll’s halt nicht lesen.

Unter den aktuellen Artikeln im Feedreader ist mein Favorit übrigens einer, in dem es um ein Thema geht, über das ich aus gegebenem Anlass auch schon öfter nachgedacht habe: Bei einem jungen Mann wurde eingebrochen, nachdem er per Twitter allzu offen kommuniziert hatte, dass er nicht in seiner Wohnung sein werde. Ich bin mal gespannt, ob bei mir noch alles am rechten Platz ist, wenn ich nach Hamburg zurückkehre ;-)