Als ich im letzten Sommer bei stern.de mein erstes Online-Praktikum gemacht habe, wurde mir angesichts des teilweise doch sehr aggressiven und beleidigenden Leserfeedbacks angst und bange. Dazu muss man sagen, dass meine Texte fürs Kulturressort seinerzeit natürlich zum Teil auch Themen behandelten, die Kommentare unter der Gürtellinie geradezu magisch anziehen. Rezensionen zu so eloquenten TV-Formaten wie „Gülcan & Collien ziehen aufs Land“ zum Beispiel.

Manchmal sind die Kommentare der Menschen aber auch einfach nur von Nichtverstehen gekennzeichnet.

Ein Leser beklagte sich heute auf meinen Spiegel Online-Artikel über Web-Videos mit mehr als 100 Millionen Klicks hin, dass wir in einen Text über YouTube-Videos keine YouTube-Videos eingebunden hätten. Das sei ja unmöglich. Mit „Sechs, setzen“, schloss seine E-Mail. Darüber kann ich mich nicht mal aufregen, zeigt doch so ein Kommentar, dass der gute Herr die komplizierte Welt des Copyrights nicht im geringsten durchschaut. (Womit ich nicht behaupten will, dass ich mich vollends auskenne.)

Wenn diejenigen, die die Videos bei YouTube (und anderen Video-Plattformen) gepostet haben, das Urheberrecht hätten, sähe der Fall anders aus. Doch in dem Artikel ging es eben nicht um Heimvideos oder Clips auf offiziellen Kanälen, sondern um TV-Ausschnitte und illegal hochgeladene Versionen von Musikvideos und Filmtrailern. Auf Seiten wie Spiegel Online kann man solches Material nun mal nicht problemlos einbinden, ohne rechtliche Folgen zu riskieren.

Hier in meinem Blog hingegen mache ich mir weniger Sorgen, ein YouTube-Video zu embedden. Das Folgende zum Beispiel (in Erweiterung dieses Blogbeitrags neulich):


(Direktpink)

Ich war übrigens vor Jahren mal selbst auf einem zwei Konzerten von Pink, und schon damals hatte die Frau keinerlei Berührungsängste mit ihrem Publikum. Sie ging mitten durch die Menge im Innenraum der Arena Oberhausen.