Selten zuvor war ich so froh, dass es Google Street View noch (!) nicht in Deutschland gibt. Bei freshzweinull.de habe ich Stweet gefunden, ein Mashup aus Twitter und der 360-Grad-Ansicht in Google Maps. In Echtzeit kann man sich anzeigen lassen, von welcher Straßenecke ein Tweet kommt. Und so sieht das Ganze dann aus:

2009_05_13_stweet

Ich bin zwar Google-kritisch, aber als Paranoikerin würde ich mich nicht bezeichnen. Dennoch: Auf den ersten Blick erinnerte mich Stweet doch sehr an eine Szene aus dem „Google Epic 2015“-Film. Ab Minute 7’45 sieht man darin eine Vision von einer Karte, die mit Geotagging markierte Podcasts zeigt.

Dienste wie Stweet, aber auch Twittermap, Twittervision oder Flickrvision ähneln sehr dem, was im „Epic“-Filmchen vor ein paar Jahren als eine irgendwie bedrohlich wirkende mediale und technologische Zukunft behandelt wurde. Doch dass die Tweets nun nicht mehr nur einer Stadt, sondern einem genaueren Standort in ihr zuzuordnen sind, gibt dem ganzen noch mal eine neue Dimension. Was ich mich frage, aber auf die Schnelle nicht herausfinden konnte (vielleicht kann einer von euch helfen): Wie genau funktioniert das?

Für diejenigen, die den Epic-Film noch nicht kennen, hier ist er:

(Direktepic)