Ich habe in diesem Jahr keine fünf Minuten „Germany’s Next Topmodel“ geschaut, und damit ganz bewusst auf lustige Frauenrunden am Donnerstagabend verzichtet – nicht ohne es im Nachhinein zu bedauern. Die zum Teil seltsam intellektuellen und stets erschreckend oberflächlichen Gespräche haben mir schon gefehlt, und deshalb bat ich drei Freundinnen, ihren gemeinsamen Finalabend in der letzten Woche zu protokollieren.

Zwar war für mich als Verweigerin ein großer Teil der Dialoge reines Kauderwelsch, doch ich habe vollstes Vertrauen in die Fans unter euch und will euch zumindest ein paar Ausschnitte nicht vorenthalten– unsortiert und ohne Einordnung – nicht vorenthalten

Das potentielle Cosmopolitan-Cover von Kandidatin Mandy wird gezeigt:

Super geil!
Alter…
Aaaaah, Sarah Connor.

Mein Favorit:

Heidis Aussprache hat schon was Überspitztes, oder?
Keine Ahnung, ich merke das schon gar nicht mehr. Ich glaube, die redet auch mit ihren Kindern so.
„Leni, du weißt … nur einer von euch … kann den Keks bekommen.“

Überhaupt kommt Heidi Klum in der Zuschauerrunde, die sich mit Karotten und Cola Zero den klaren Verstand bewahrte, nicht gut weg:

Das war grammatikalisch richtig. Das ist für Heidi ja echt mal ’ne Leistung.

Höchst seriöse und professionelle Analysen kurz vor der ersten Entscheidung:

Mandy und Marie haben das gleiche Kleid an, also fliegt eine von beiden raus.

Nach vier Jahren „GNTM“-Gucken sind die drei halt Expertinnen für Schönheit:

Sarah ist echt hübscher als Tyra Banks und Naomie Campell zusammen.
Und sympathisch.
Die verkloppt wenigstens keine Angestellten.

Und weil sie nicht nur Castingshow-Fans, sondern auch kritische Medienmenschen sind, noch das Obligatorische:

Ist doch eh alles manipuliert.

Schön auch:

Wo ist die Topmodel-Bibel, auf sie schwören müssen?

Schließlich reflektieren die – um mal das Lieblingswort von Heidi Klum zu nutzen – Mädchen ihre eigene Oberflächlichkeit:

Ist schon Wahnsinn, wie man jemanden, den man gar nicht kennt, so hassen kann.

Und dann ist’s endlich vorbei:

Das hat ja jetzt fast so lange gedauert wie ’ne Geburt.