Ich habe da noch einige Sachen auf Lager, die sich unter Twitterquatsch einsortieren lassen. Aber angesichts der Kommentare zum letzten Blogeintrag sollte ich vielleicht erst mal klarstellen, wie ich Quatsch definiere. Es ist nämlich nicht so, dass ich die Kreativität der Leute nicht anerkenne. Im Gegenteil: Die Bibel zu twittern – auf so eine absurde Idee muss man erst mal kommen.

Quatsch sehe ich in diesem Sinne also nicht unbedingt als nur negative Bezeichnung. Der Definition nach bedeutet das Wort zwar dumme, ungereimte Aussage, falsche, unüberlegte, unkluge Handlung oder Wertloses, Überflüssiges. Aber: Eben auch Alberei. Und gegen Albernheiten, die mich zum Kopfschütteln und kurzen Kichern bringen, habe ich nun wirklich nichts einzuwenden.

Auf einen weiteren interessanten Aspekt hat mich Gerd Blank von stern.de per Twitter hingewiesen. Nachdem ich diese Gaga-Twitter-Idee getwittert und als Quatsch bezeichnet hatte, schrieb Blank:

„Wieso Quatsch? Wenn man nichts ausprobiert, mutiert Twitter schnell zu einer langweiligen Veranstaltung wie ‚Second Life‘.“

Und Recht hat er: Natürlich sollten Dinge mit dem Medium ausprobiert werden. Allerdings ist es ein schmaler Grat zwischen innovativer Idee und „Wir müssen mal was Zwonulliges machen“. Meiner Meinung nach roch das Bibel-Twittern schwer nach einer forcierten Angelegenheit. Das ist es, was mich stört! Nicht, dass mit Twitter experimentiert wird, sondern die Art und Weise. Soll die evangelische Kirche ruhig twittern, meinetwegen unter dem Twitter-Namen Jesus (der übrigens noch frei ist!). Der Rekordversuch allerdings hat was von Anbiederei an die Bild-Zeitung, wie Jopi in den Kommentaren ganz richtig bemerkte.

Mehr Twitterquatsch gibt es dann in den nächsten Tagen.