Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal die Galore in der Hand hatte. Nun habe ich mir mal wieder eine Ausgabe des hübschen Dortmunder Interviewmagazins gekauft und möchte diese Erfahrung gerne mit Ihnen teilen.

Noch immer sind einige Galore-Gespräche für meinen Geschmack viel zu lang und langatmig, doch zwischen Mickey Rourke und Pit Baumgartner habe ich ein in meinen Augen wirklich gutes Stück gefunden: ein Interview mit der New Yorker Ex-Taxifahrerin Melissa Plaut.

Nun ist ein Gespräch mit einem Taxifahrer vielleicht nicht unbedingt was Neues. Doch Plauts Blog „New York Hack“, in dem sie ihre Erfahrungen im Yellow Cab verarbeitete, ist im vergangenen Jahr als Buch veröffentlicht worden („How I stopped worrying about what to do with my life and started driving a yellow cab“), und die Erzählungen der 33-Jährigen sind eine erfrischende Abwechslung zum Taxi-Klischee, das wir aus Hollywood-Filmen und Fernsehserien wie „Sex and the City“ kennen. Mich jedenfalls hat das Interview sehr gepackt, und ich wünschte, ich könnte es Ihnen hier präsentieren anstatt zu empfehlen, sich für stolze 6,90 Euro besagte Galore-Ausgabe zu kaufen.

„Die Trennscheibe lässt die Leute vergessen, dass ich da bin, und normalerweise gehen sie in New York auch davon aus, dass der Taxifharer kaum Englisch versteht. (…) Einmal hat eine junge Frau am Handy zu einer Freundin gesagt: ‚Okay, ich bin jetzt auf dem Weg zu ihm, es gibt Versöhnungssex.‘ Das fand ich lustig, ich bin extra aufs Gas gestiegen. Sie wirkte nett. Man tut, was man kann.“ (Melissa Plaut)

Dann ist meinen aufmerksamen Neunziger-Jahre-geschädigten Augen noch eine Sache aufgefallen: Das Interview mit dem früheren Stern-Bildreporter Robert Lebeck wurde von Luci Van Org geführt. Ja, ich denke, das ist die Luci Van Org.