Die Feiertage sind vorbei, und schon schleicht sich die immer gleiche bittere Erkenntnis von hinten an: Wir haben zu viel gefressen an Weihnachten. Weißwürste an Heilig Abend, Gans am Ersten Weihnachtstag, Naschereien zwischendurch und dann erst der ganze Wein. Während wir uns jetzt vornehmen, nach Silvester unbedingt wieder kürzer zu treten, leiden über 800 Millionen Menschen weltweit Hunger – rund zehn Mal so viele, wie Deutschland Einwohner hat.

Weil ich als Studentin nicht so viele Möglichkeiten habe, dem Hunger der Welt entgegen zu wirken – das glaube ich jedenfalls, Gegenargumente sind mir mehr als willkommen -, habe ich mich sehr über diese gefreut: Auf der Website freerice.com kann ich mit ein paar Klicks und ganz kostenlos hungernden Menschen auf der ganzen Welt helfen. freerice.com ist quasi eine Quiz-Seite, nur dass ich mit jeder richtigen Antwort nicht nur etwas für meine Allgemeinbildung oder mein Sprachwissen tun kann, sondern auch noch 20 Reiskörner für Bedürftige spende.

Der User kann zwischen verschiedenen Schwerpunkten, Sprachen und Schwierigkeitsstufen wählen. Seien Sie gewarnt: Auf höheren Schwierigkeitsstufen wird nicht mehr das Everyday-Vocabulary abgefragt, dann nützt Ihnen selbst ein Dictionary nicht mehr. Auf den von freerice.com angestrebten Lerneffekt habe ich deshalb im ersten Versuch gerne verzichtet. Um auch kein Reiskorn zu verschenken, habe ich ein Vokabel-Quiz gemacht, das simpler nicht sein könnte. Das schaffen selbst diejenigen unter Ihnen, die des Englischen nicht so mächtig sind:

das Mittagessen means:
daughter
envelope
lunch
nature

der Fels means:
king
rock
war
guitar

Nach zehn richtigen Fragen war meine Reisschüssel voll und – diesen Nebeneffekt darf man nicht vergessen – mein soziales Gewissen vorerst beruhigt.

Allein gestern wurden auf diese Weise rund 52,5 Millionen Reiskörner gespendet, insgesamt sind es schon fast 56 Milliarden Reiskörner. Seit die Seite im Oktober 2007 gestartet ist, ist damit nach Angaben der Betreiber Reis für mehr als zwei Millionen Menschen zusammengekommen. Ermöglicht wird dies durch die Spenden von Partnern, wie etwa dem World Food Programme.

Mehr dazu und zur Verwendung des gespendeten Reis sehen Sie in diesem Video:

[Direktreis/Link zum Original Video]

Und weil ich noch Zeit habe, bis es bei mir ein ausgiebiges Mittagessen gibt, spiele ich jetzt weiter auf freerice.com. Wenn die Hungernden der Welt schon nicht Mutterns Würstchengulasch bekommen, dann will ich ihnen vor ein Uhr zumindest noch ein paar Hundert Reiskörner ermöglichen. Guten Appetit und viel Spaß beim Spielen!