Es ist wieder Zeit für Googles jährlichen „Zeitgeist“, die Liste der meist gesuchten Begriffe des Jahres. Die glücklose Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat darin den zukünftigen amerikanischen Präsidenten Barack Obama abgehängt. Vielleicht haben viele deshalb „sarah palin“ gegoogelt, weil sie nach Tina Feys Parodie gesucht haben, wer weiß.

Das deutsche Social Network wer-kennt-wen.de, das im vergangenen Monat erstmals seinen Konkurrenten Studivz an Page Impressions übertroffen hat, ist in der internationalen Google-Liste auf Platz acht der Suchbegriffe mit der größten Zuwachsrate.

Außerdem stellt sich heraus, dass ProSiebens Selbstvermarktungsmaschinerie mal wieder bestens funktioniert hat: „Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin und ProSieben-Rumreich-Luder Gina-Lisa ist auf Platz fünf der meist gegoogelten Personen in Deutschland, bei der Bildersuche ist sie sogar Spitzenreiterin. Das bedarf keines weiteren Wortes.

Gleichzeitig belegt die Frankfurterin mit dem großen Mundwerk übrigens auch die ersten beiden Plätze einer etwas anderen Liste: Sexsuchbegriffe mit der höchsten Zuwachsrate in Deutschland. Auf Platz eins: „gina lisa sex“. Was mir nicht ganz einleuchtet, ist der zweite Platz: der Suchbegriff „gina lisa“ nämlich. Wird Gina-Lisa Lohfink im undurchschaubaren Google-System mit Sex gleichgesetzt? Oder haben einfach sämtliche Seiten, auf denen ihr Name zu finden ist, etwas mit Sex zu tun? Oder… ach, da war doch was: ein kleiner Porno-Skandal, wenn ich mich recht entsinne. Eine ähnliche Eskapade hat ja in der Vergangenheit auch schon Paris Hilton in den Google-Statistiken geholfen. Von der ist übrigens in keiner der diesjährigen Listen noch die Rede, jedenfalls nicht auf den „wichtigen“ Plätzen. Aber was heißt auch schon „wichtig“.

Es würde mich mal interessieren, wie viele Menschen jetzt noch „gina lisa“ oder „sarah palin“ googeln, nachdem sie von den neuen Listen gelesen haben. Der heutigen Tag dürfte den beiden und ihren Listen-Nachbarn noch mal einen kräftigen Schubs verpassen.