Jetzt also auch ich. Ich bin eben ein Herdentier. Dem Gruppenzwang erlegen. Das Suchtpotential ist aber auch hoch. My curiosity got the best of me: Caro twittert jetzt auch…

Und das, obwohl ich an dieser Stelle noch vor drei Monaten großspurig geschrieben hatte: „Alle, die keine Zeit haben, die Welt (oder besser: ein paar Nicht-zu-tun-Haber) pausenlos darüber zu informieren, was sie gerade denken oder ob sie einen Furz gelassen haben“ kennen Twitter nicht. Das war meine Rechtfertigung, warum ausgerechnet ich Twitter nicht nutze. Nun bin ich unsicher, ob ich meine Einstellung von damals als naiv verurteilen soll – oder ob ich meine plötzliche Mitgliedschaft bei Twitter rechtfertigen soll, als sei sie ein Verbrechen.

Tatsache ist: Im Moment zähle ich wohl zur Gruppe der traurigen Individuen, die nichts besseres zu tun haben als durchs Web zu surfen, zu bloggen und zu twittern. Kreuzband ist ein Arschloch und Meniskus ist sein kleiner Bruder, sag ich nur. Aber Tatsache ist auch, dass schon die Einstellung, bloggende und twitternde Menschen als „traurig“ zu bezeichnen einfach schlichtweg falsch und vor allem ignorant ist. Wie ich kürzlich feststellen durfte, hat Twitter in der Tat ein ungeahntes Potential. Und wenn ich es nur in Ergänzung zu meinem Blog nutze, wie das zum Beispiel auch Lukas Heinser von coffeeandtv.de , Johnny von spreeblick.de oder Don Dahlmann von „Irgendwas ist ja immer“ machen. Habe ich vor.

„Soll angeblich die Kommunikation der Zukunft sein, weil’s so schnell und effizient ist“, habe ich vor drei Monaten noch geschrieben. Mal sehen, ob sich das für mich bewahrheitet. Jedenfalls gebe ich dem Gezwitscher jetzt erst mal noch ’ne Chance!