Zur 4.000 Folge der RTL-Soap „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ hat Spiegel Online-Autorin Anne Seith ihre Sucht gestanden. Das fand ich beeindruckend. Dass sich jemand das traut. Also folge ich dem Vorbild und gebe zu, dass ich zumindest auch Gelegenheits-GZSZ-Guckerin bin. Klar, so eingebunden in die Welt von Jo Gerner & Co. wie Seith bin ich bei Weitem nicht. Die Zeiten, in denen ich jede Entwicklung mit Spannung verfolgt habe, ist längst vorbei. Das war in den Neunzigern. Damals war die Soap ja auch noch so trashig gemacht, dass es – anders als heute – niemanden hätte wundern dürfen, dass sich auch nur (mit wenigen Ausnahmen) abgrundschlechte Schauspieler dafür hergegeben haben.
Besonders schön finde ich aber auch die Kommentare zum SpOn-Artikel – an der „Liebeserklärung“ von Anne Seith scheiden sich ein paar kleine Geister.

Wer sich ähnlich wie Kollegin Seith und ich nicht für gelegentlichen Schwachsinns-Konsum schämt und in Erinnerungen schwelgen möchte, der findet auf der GZSZ-Website einen Rückblick aus den letzten 16 Jahren. Zum Beispiel von damals, als Oliver Petzokat aka Oli P. (ihr wisst schon, der von „Flugzeuge im Bauch“) mit seinen Freunden wochenlang in einem Bunker eingeschlossen war und gerade noch rechtzeitig dank der Hilfe von Ofarim-Sprössling Gil befreit wurde – der sich zum Musizieren zufällig mitten im Wald genau neben dem Bunker niedergelassen hatte. Die tollste schlechte Idee der GZSZ-Autoren, meine Nummer Eins.