Ich werde niemals müde werden zu erwähnen, wie schlecht so manch eine Synchronisation US-amerikanischer Serie meiner Meinung nach ist. Nur dass ihr Bescheid wisst. Und hier ist der Beweis, dass dieses Gemecker auch dringend nötig ist: Ausgerechnet „Weeds“ hat den „Deutschen Preis für Synchron“ in der Kategorie „Herausragende TV-Serie“ bekommen. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass sich „Weeds“ auf meiner langen Liste von Serien befindet, die auf Deutsch einfach nicht funktionieren.
Groß angekündigt habe ich die Serie TV-affinen Freunden und Bekannten und musste dann selbst recht schockiert erkennen, dass die Synchronisation aus einer großartigen eine furchtbare Serie gemacht hat. Kein Wunder, dass sie bei ProSieben gefloppt ist und – wenn mich nicht alles täuscht – noch während der ersten Staffel eingestellt wurde. Nicht nur, dass Mary-Louise Parkers Figur Nancy Botwin unverkennbar von der gleichen Stimme wie Lorelai Gilmore bei den „Gilmore Girls“ gesprochen wird, was zu Verwirrungen führt. Generell sollten Gangster-Slang und der ein oder andere Dialekt niemals und unter keinen Umständen übersetzt werden dürfen. (Gleiches gilt übrigens für jegliche Form von Gesang…)

Den Publikumspreis bekam bei der Verleihung übrigens ganz zu Recht die Synchro von „Dr. House„, eine der sehr wenigen synchronisierten US-Serien, die gegenüber der Original-Fassung kaum an Glanz verlieren.