Vor einigen Tagen war in der ARD-Serie „Marienhof“ nach längerer Zeit mal wieder ein Produkt deutlich im Vordergrund zu sehen, das es so auch im Laden gibt. Fruchtgummibären, wenn ich mich recht entsinne von Lidl.Zwei Jahre ist es her, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk wegen diversen Fällen von Schleichwerbung am Pranger stand. Produktionsfirmen wie die Bavaria hatten über Jahre Produkte, Dienstleistungen und Themen prominent in Sendungen wie „Marienhof“ oder „In aller Freunschaft“ platziert. Wie der Journalist Volker Lilienthal vom Mediendienst epd medien aufdeckte, waren horrende Summen für die geschickte Platzierung unter anderem von verschreibungspflichtigen Medikamenten oder dem Reiseveranstalter L’Tur geflossen. Die Regeln seien klar und ließen keinerlei Ausnahmen zu. „Schleichwerbung ist verboten“, sagte vor wenigen Tagen auf Anfrage Dr. Lars Jacob von der ARD-Pressestelle.

Wie Spiegel Online heute berichtet, hat ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel auf eigene Faust Schleichwerbung betrieben. Einen PR-Vertrag mit Weight Watchers über 35.000 Euro soll sie gehabt haben. Die Öffentlich-Rechtlichen verstehen bei diesem Thema keinen Spaß mehr.