Liebe Freunde des freien Rechtsstaates. Der Gedanke, dass in Zukunft gespeichert wird, mit wem ich telefoniere und simse, ist beängstigend genug. Selbst wenn ich nichts zu verbergen habe, ist es unglaublich, dass in einem Rechtsstaat meine Freiheit derart ausgehöhlt werden soll.

Noch schlimmer sind die Auswirkungen, die die geplante Vorratsdatenspeicherung zum Beispiel auf Journalisten hat. Vergangene Woche berichtete das Medienmagazin „Zapp“ über einen Redakteur von tagesschau.de, der im Rahmen eines laufenden Verfahrens gegen seinen Informanten über Wochen dauerhaft abgehört wurde. Wie wird sich die Pressefreiheit entwickeln, wenn die Gesetzesnovelle erst solche Einzelfälle zur Normalität macht? Wer wird sich noch einem Journalisten anvertrauen?

Ich beteilige mich deshalb – wie viele andere Journalisten auch – an einer Sammelklage des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Wir müssen jetzt was unternehmen!