29. Aug

Die heranwachsende Generation, zu der ich mit meinen 29 Jahren auch gehöre, ist eine verwöhnte Generation. Den heutigen Nachwuchsjournalisten fehlt oft der Biss, der Wille mehr einzubringen als minimal gefordert ist. Das Engagement. Den [sic!] Esprit. Die Eleganz. Und das Bewusstsein: Wenn ich es zu etwas bringen will, muss ich dafür kämpfen. Meine Generation kämpft nicht, sie genießt.

So weit der deutlichste Absatz aus einem Blogbeitrag, der mich heute über den Tag begleitet hat. Pauline Tillmann, studierte Politikwissenschaftlicherin, Autorin und preisgekrönte Rundfunkreporterin (B5, Bayern 2), beschreibt darin, was ihrer Meinung nach mit ihrer/meiner/unserer Journalistengeneration (im Folgenden der Einfachheit halber und weil sie selbst auch so schön pauschalisiert als wir bezeichnet) nicht stimmt. Sie unterstellt, wir würden nicht für unseren Job brennen, den meisten fehle es an Biss, und viele Journalisten hätten den Beruf nur des Geldes wegen gewählt, was nun mal nicht reiche.

Letzteres brauche ich selbst nicht mehr kommentieren, denn das hat 21-jährige Schweizerin Luzia Tschirky bereits trefflich auf jungjournalisten.ch getan:

Viele Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten müssen sich durch unzählige unbezahlte Praktika kämpfen. (…) Allen ist bewusst, dass sie kämpfen müssen, wenn sie es «zu etwas bringen» möchten. Pauline Tillmanns Vorwurf, vielen Journalisten würde es nur ums Geld gehen, verstehe ich umso weniger, als er aus Deutschland kommt. Noch nie habe ich von einem jungen Journalisten oder einer jungen Journalistin gehört, er oder sie habe diesen Beruf wegen des Geldes gewählt. Wer Geld verdienen möchte, studiert Betriebswirtschaftslehre oder Jura. Woher also zieht Pauline Tillmann ihre Schlüsse? Die Frage wird an keiner Stelle des Textes beantwortet.

Doch das ist noch nicht mal das, was mich beim Lesen des Beitrags am meisten störte.
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(M)Eine kleine Dockville-Vorschau 2012 (13) - Finale

Wir fliegen mit Le Fly!

10. Aug

Die gute Inken bemerkte diese Woche ganz trefflich: Das Programm des diesjährigen Dockville hat allerlei sehr ruhige Sounds im Programm. Vieles davon habe ich schon vorgestellt, mindestens genauso vieles nicht, weil es sich ohnehin mit Acts überschneidet, die ich gerne sehen will. Wer aber auf jeden Fall noch auf meinem Zeitplan steht und gleichzeitig als Gegenbeweis zur gerade genannten Theorie steht: die Hamburger Le Fly. Teils etwas dreckige Texte, viel Liebe für St. Pauli (den Stadtteil und den Verein), ungewöhnliche Sounds. Wäre vielleicht nicht unbedingt meine Musik gewesen oder geworden, wenn ich sie nicht zufällig live erlebt und eine unheimlich tolle Zeit gehabt hätte.

In diesem Sinne gibt’s die Herren als krönenden Abschluss meiner Dockville-Vorschau 2012, bevor es dann gleich Richtung Veddel geht. Wir lesen uns auf Twitter.



Weitere Infos zum Festival:

Das Dockville Festival findet in diesem Jahr vom 10. bis 12. August statt. Karten sind noch erhältlich und zwar derzeit ab 79 Euro zzgl. Gebühren (für alle drei Tage) unter dieser Adresse.

Noch mehr zum Klicken:

  • Hier findet ihr die Übersicht über alle Bands, die dabei sind.
  • Immer Aktuelles gibt es auch auf der Facebook-Seite des Dockville…
  • …und hier eine hörenswerte Soundcloud des Festivals.
  • Wie es letztes Jahr war, habe ich aufgeschrieben.
(M)Eine kleine Dockville-Vorschau 2012 (12)

Doofes Timing für Metronomy

9. Aug

Die Briten von Metronomy sind eine dieser Formationen, die nicht nur selbst ziemlich coole Musik machen – in diesem Fall eine Mischung aus Indie und Elektronik, recht gechillt, aber doch immer wieder mit ganz schön Elan – , sondern einem auch gelegentlich durch Remixe auffallen.

Schade, dass sie am Samstag parallel zu Future Islands auf der Bühne stehen. Die klingen jetzt nicht so grundlegend anders, haben aber den Frontmann mit der hörenswerteren Stimme.

Doch man weiß ja nie, was passiert, deswegen trotzdem Metronomy in meinem vorletzten Vorschau-Teil:


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(M)Eine kleine Dockville-Vorschau 2012 (11)

Boy & Bear

3. Aug

Um das ersehnte Freitagsprogramm des Dockville-Festivals komplett zu machen, sei ein euch noch Boy & Bear ans Herz gelegt. Die Australier hatte ich gar nicht mehr auf dem Zettel, bis ich sie gerade mitten in einer Playlist einer der musikalisch bestbestückten Serien der letzten Jahre, “One Tree Hill” hörte.

Parallel spielen Captain Capa, mit denen ich meine Vorschaureihe begonnen habe. Ob ich zu deren dynamischen, an meine Fall-Out-Boy-Zeiten erinnernden Sounds hoch- und runterspringe oder bei Boy & Bear gemächlich hin- und herschunkel, wird wohl eine Frage der Stimmung zu dem Zeitpunkt sein. Für einen faulen Freitagabend ist jetzt aber erst mal Boy & Bear angesagt:


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(M)Eine kleine Dockville-Vorschau 2012 (10)

I am Oak

30. Jul

Weiter geht es mit der total subjektiven Festivalvorschau einer Wild-durch-die-Gegend-Wipp-Zuhörerin. Am besagten ersten Nachmittag, für den ich euch schon Dear Reader aus Südafrika ans Herz legte, sei noch ein weiterer Tipp ausgesprochen. Ich sehe uns schon sehr entspannt bei I am Oak vom linken auf den rechten Fuß trippeln, mit geschlossenen Augen, hoffentlich die Sonne im Gesicht, vielleicht schon ein Bierchen in der Hand. Sehr folkig, sehr relaxed, Indie und viel Gefühl. Aus den Niederlanden. Sehenswert auf jeden Fall:


(Direktlink)
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