Caro goes Australia (4)

Es lebe die Spontanität

6. Mrz

Nur noch fuenf Minuten Internet auf der Karte uebrig. Wollen wir doch mal gucken, was sich in der kurzen Zeit schreiben laesst.

  • Heute erste Mal australische Wochenendzeitung gelesen. Die moegen ihr eigenes Land sehr gerne, vor Seite 30 war vom Ausland kein Wort zu lesen.
  • Ebenfalls erstmals australisches Musikfernsehen gesehen. Die “VJane” liess sich von einer Ska-Punk-Band erklaeren, was denn Ska Punk ueberhaupt ist. Kann’s sein, dass dieses Land jetzt erst seine Achtziger erlebt?
  • Der Regen treibt mich in die Arme des DVD-Verleihs, heute gab’s zum Fruehstueck “Gossip”, einen 2000er-Film mit der wunderbaren Lena Headey. So laesst sich das Ostkuesten-Katastrophen-Wetter aushalten.
  • Speaking of the weather: Weil sich paradiesische Straende dem Vernehmen nach mit Sonnenschein viel besser geniessen lassen, habe ich meine letzten drei Wochen kurzerhand umgeplant: Die touritstische Ostkueste wird beschleunigt abgehakt, und in Kuerze geht’s in den Weeesten. So spontan bin ich, glaub ich, noch nie gewesen…

Caro goes Australia (3)

Bildung für Backpacker

24. Feb

So was findet man in den Buchtauschregalen in Hostels:

Einer unbedarften deutschen Backpackerin habe ich dann erst einmal erklaert, was man mit so was macht: Weiter lesen »

Ein Junkie auf Entzug (2)

Cold Turkey misslungen…

20. Feb

Ich fühlte mich stark. Unbesiegbar. Aufgetankt unter Melbournes Sonne, die nach ein paar wolkigen Tagen dann doch endlich durchkam – es war großartig. Nichts konnte mich stoppen, erst recht kein Fernseher. Wie auch? Es ist nicht allzu lange her, da bin ich bestens ohne meine tägliche Dosis Serien ausgekommen. Und warum soll ich für irgendeine Inselserie vor der Mattscheibe kleben, wenn ich das wahre Tropendrama direkt vor der Tür habe? Jede Menge surfende Sawyers inklusive. Ein paar Wochen ohne TV dürften kein Problem sein. Von wegen. Weiter lesen »

Caro goes Australia (2)

Die Sache mit dem Schönreden

14. Feb

Also zuerst einmal muss eines gesagt werden: So sehr ich auch Bill Brysons “Down Under” als meine zwischenzeitliche Australienbibel empfunden habe – der Kerl hat doch in Wirklichkeit keine Ahnung… Einmal waehrend seiner gesamten Reise durch das Land, die zu diesem wirklich empfehlenswerten Buch wurde, haette er beinahe in einem Hostel uebernachten muessen, weil nichts anderes frei war. Davon jedoch abgesehen schlief er nicht selten in den teuersten Mittelklassehotels der jeweiligen Orte, dinnierte vermutlich auf Kosten seines Verlegers und mietete einen Wagen nach dem anderen anstatt wie jedermann Bus, Bahn oder Tram zu nutzen.
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Ein Serienjunkie auf Entzug (1)

Mit Sayid in schwindelnder Höhe

11. Feb

Sie bekommt viel zu sehen im fernen Australien, aber auf eines muss Serienjunkies.de-Redakteurin Carolin Neumann während ihres Abenteuertrips verzichten: Serien. In ihrer Kolumne berichtet sie, wie sich der Cold Turkey anfühlt. Diese Woche: Losterities.

Es war also doch kein böses Omen, dass ich ausgerechnet an dem Tag meine Reise nach Australien antrat, als in den USA die finale Staffel “Lost” startete. Ihr wisst schon, “Lost”, die Serie über ein Flugzeug, das auf dem Weg von Australien nach Los Angeles abstürzt. Es war nicht unbedingt förderlich für meine Sorgenfreiheit, dass einer der Passagiere in der Reihe neben mir genauso aussah wie Sayid – und ich meine wirkliche Ähnlichkeit, nicht die von weißen Europäern beim Anblick arabischer Menschen gerne mal angenommene Ähnlichkeit. Aber vielleicht waren das auch nur die ersten Anzeichen des Entzugs, und tatsächlich saß auf dem Platz eine alte Dame mit all zu wilder Frisur…

Schlimmer als diese banalen Sorgen war jedoch, dass ich die mit Spannung erwartete Auftaktepisode nicht schauen konnte. Ich war unterwegs sogar kurz davor, eine der freundlichen Stewardessen zu fragen, ob sie nicht den Pilot bitten könne, irgendwie ABC auf meinem Mini-Fernseher zu zeigen. Aber ganz wie in einer Phantasie von “Scrubs”‘ J.D. lachten bei dieser Frage sämtliche Passagiere des Flugzeugs halt über mich.

Die Flugzeugkost ist für einen Serienjunkie trotz des bei Emirates äußerst reichen Angebots von Filmen und Serien jedenfalls eine Zumutung: Ganze fünf Episoden “Friends” gab es zu sehen – in Ordnung, auch die lose Reihenfolge kann ich in diesem Fall akzeptieren. Bei “Grey’s Anatomy” ist das mit den durcheinander gewürfelten Episoden schon wieder was anderes. Bei einer neuen Serie wie “Nurse Jackie”, die ich durchaus bei dieser Gelegenheit mal zu schauen angefangen hätte, ist es hingegen ganz und gar nicht akzeptabel. Fluggesellschaften sind eben wie deutsche Fernsehsender: Sie haben kein Gespür für den künstlerischen Wert einer Serie und keinen Respekt für die von den Machern erdachte Reihenfolge.

Meinen E-Mail-Filter habe ich übrigens mit Lost-Stichwörtern gefüttert, und etwaige Kommentare werde ich wohl auch erst nach meinem “Lost”-Marathon im April lesen. Und wehe dem, der mir auf welchem Weg auch immer verrät, wie es weitergegangen ist. In meiner Vorstellung leben alle Losties glücklich und zufrieden in Los Angeles!

Diese Kolumne ist zuvor bereits bei Serienjunkies.de veröffentlicht worden.

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