19. Mai

Solange deine IP aus unserem WLAN kommt!

Dieses Wochenende weile ich mit einer Horde Nerds auf der dänischen Insel Rømø. Wenn so viele Mobile Devices und Instagram-Accounts zusammenkommen, braucht es Hausregeln. Das sind unsere:

  • Das Wochenende hat natürlich ein Hashtag: #occupyromo
  • Es heißt Occupy Rømø – und wir müssen in der Nähe des Hauses bleiben, das WLAN reicht nicht so weit und Roaming können wir uns nicht leisten
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  • Erste Amtshandlung beim Ankommen: WLAN checken, Foursquare-Location anlegen.
  • Achte darauf, von welchem Account aus du retweetest.
  • Geschlafen wird in Nerd Shirts mit cleverem Aufdruck
  • Um hier Mayor zu werden, muss man um fünf Uhr aufstehen
  • Wer zuletzt eincheckt, bekommt den Spott aller zu spüren
  • Wer sich eincheckt, kann auch aufstehen
  • Zu wenig Platz für Smartphones auf dem Tisch
  • Mayorbecher statt Eierbecher
  • Rømø macht’s richtig und bietet uns ausreichend Tiercontent
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  • Katzen muss man explizit auffordern, nicht so rumzucatcontenten
  • Abends gibt es einen “Bohemian Rhapsody”-Kanon
  • “Ich hab kein Vine.” – “Aber Wein.”
  • Anime-Geekerei beim Frühstück höchsterwünscht
  • Kein Strandbesuch ohne rumhashtaggen.
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  • Das hier ist Urlaub – da sollte die größte Sorge sein, mit welcher App man die Strandfotos macht.
  • Wenn du laut darauf bestehst, dass etwas nicht getwittert wird, kannst du sicher sein, dass genau dies getwittert wird.

Credits: Taalke Renken, Claudia Taubenrauch, Julian Wiersbitzki, Inken Meyer, Kai Rosseburg, Carolin Neumann

DJV-Projektgruppe

Agenda 2020*

1. Mai

Diese Woche war ich zu Gast beim DJV in Berlin, einer Journalistengewerkschaft, der ich zwar nicht angehöre**, die ich aber sehr gerne dabei unterstütze, über die veränderten Bedingungen für Journalisten zu beraten und einen wie auch immer gearteten Plan zu formulieren, das Digitale als Medienschaffender besser zu meistern und weiterhin vom Journalismus leben zu können.

Unsere AG zur Zukunft des Journalismus tagte Dienstag in Berlin zum ersten Mal – ein vielseitiger, überraschend ergiebiger und für mich persönlich sehr lehrreicher und spannender Tag! Viele Details aus dem Brainstorming werde ich aus Rücksicht auf die Runde (hier ein Teil davon) nicht verraten, werde dies aber sicherlich beizeiten nachholen können.

Hier zumindest ein Eindruck dessen, was ich mitgenommen habe aus den ersten vier Stunden:

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"Save Rock And Roll"

Whatever happened to Fall Out Boy?

22. Apr

I’m gonna change you like a remix/ Then I’ll raise you like a phoenix - “The Phoenix”

Oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa./ Oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa, oh, oh, whoa. - “My Songs Know What You Did In The Dark”

Let’s be alone together/ We could stay young forever - “Alone Together”

I’m not gonna go home alone/ Where, where did the party go?/ Na, na, na, na, na, na/ Na, na, na, na - “Where Did The Party Go?”

Whoaoaoaoaoaoa/ How the mighty fall/ … They fall in love – “The Mighty Fall”

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VOCER Innovation Medialab

Life is what happens…

6. Apr

Life is what happens while you're busy making other plans

Leben ist halt das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. Als mir meine Freundinnen vor fast zehn Jahren in unserer Abizeitung dieses Zitat zuschrieben (Bild), hätten wohl weder sie noch ich ahnen können, wohin mein Weg führt.

Ich bin sehr froh, bei allen Ambitionen in meinen bisherigen fast 28 Lebensjahren dennoch nie so viel geplant zu haben, dass mir nicht auch viel hätte passieren können. Seien es im privaten Bereich unerwartete Reisen und Begegnungen oder die Digital Media Women, die ich nicht vorhersah; oder im Beruf die Selbständigkeit, in die ich ohne groß nachzudenken direkt aus dem Studium wechselte, sowie Chancen, die plötzlich da waren und beim Schopf ergriffen werden wollten.

Mein Werdegang führte mich über einen sehr geschlungenen Pfad, bislang glücklicherweise ohne größere Schlaglöcher, zu einem Arbeitsalltag, der im jetzigen Moment so vielfältig ist, wie ich ihn mir nur wünschen könnte (mehr dazu in diesem Blogbeitrag). Diese Woche war besonders schön, denn wir haben die erste Bewerbungsrunde des VOCER Innovation Medialab abgeschlossen, des vom VOCER-Herausgeber VfMJ ins Leben gerufenen Stipendienprogramms für experimentierfreudige Medienmacher, dessen Geschäfte ich seit Anfang des Jahres leite. Ausgewählt haben wir aus rund 60 Bewerbern Mitte der Woche neun Frauen und Männer – eine Wahnsinns-Frauenquote von 7:2 übrigens! Ganz ohne darauf achten zu müssen, einfach, weil ihre Einreichungen von so hoher Qualität waren!

Es sind sehr spannende und unheimlich unterschiedliche Projekte dabei, zum Beispiel ein digitales Museum Europas oder ein Tool, mit dem Journalisten digitale Projekte effizienter planen können sollen. Ich kann jedem, der sich für (die Zukunft des) Journalismus interessiert, empfehlen, gelegentlich im Blog sowie in Kürze auch auf vocermedialab.org zu verfolgen, wie sich die Fellows und ihre Ideen entwickeln (unsere Auswahl mit kurzer Zusmamenfassung der Projekte gibt es übrigens hier nachzulesen).

Ich kann es kaum erwarten, in der kommenden Woche mit “meinen” Stipendiatinnen und Stipendiaten loszulegen!

…und ganz nebenbei weckt die organisatorische und konzeptionelle Arbeit an Herausforderungen anderer gerade auch die kreativen Geister in mir und lässt eine Buchidee entstehen. Aber dazu kommen wir ein anderes Mal.

Anekdoten

Zeitung und ich

12. Mrz

Im Zuge der Printkrise, die dem Journalismus im Herbst einen heftigen Hieb verpasste, habe ich viel über mein Verhältnis zu Gedrucktem nachgedacht. Und blieb seither immer wieder bei drei Aspekten meiner Journalistwerdung bis heute hängen, die ich an dieser Stelle gerne teilen möchte:

1. Die Geburtsstunde eines Berufswunsches

Als ich 14 Jahre alt war und Weihnachten näher rückte, hatte ich noch kaum ein Geschenk. Meine Mutter klopft sich bis heute stolz auf die Schulter und erzählt, sie habe meinen journalistischen Pfad geebnet mit dem, was sie dann vorschlug: Ich könne doch eine Familienzeitung machen. Das Produkt dieses spontanen Einfalls, die “Good Morning”, erschien fortan mehrmals im Jahr, und ich habe selten so viel autodidaktisch gelernt wie durch meine erste eigene Publikation. Auch wenn ich mit den Geschichten über “Spice Girls” und meine Rezension des Films “Titanic” an der Zielgruppe – vor allem meine seniorigen Großeltern – meilenweit vorbeischrieb. Letztlich war dies nicht nur der Beginn meines Berufswunsches “Journalistin”, sondern auch mein erster Kontakt mit einer Zeitung. Weiter lesen »

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