Foto: Carolin Neumann

Noch: Hacks (Journalisten) > Hacker

Im Hamburger Journalismus ist einiges in Bewegung. Damit meine ich nicht die unsäglichen Entwicklungen bei Gruner+Spar.1

Ich spreche von der positiven Stimmung, die wir nicht mehr nur mit neidischem Blick in die USA feststellen oder in medienwissenschaftlichen Schriften lesen, sondern im richtigen Umfeld endlich alle selbst spüren können.

Es ist die spannendste Zeit, Journalist zu sein, sagen die einen; auch der Journalismus sei nie besser gewesen, meinte kürzlich Jochen Wegner (Zeit Online) auf unserem gemeinsamen Panel bei den Münchner Medientagen. Die Startup-Szene wächst, mein Lieblingsthema Innovation im Journalismus wird – Scoopcamp, Next.Media Hamburg, VOCER Innovation Day – immer populärer in der Hansestadt. Und neben den von mir angestoßenen Jouvenir-Meetups2 gibt es in Hamburg jetzt auch ein Chapter der weltweiten Hacks/Hackers-Bewegung, die Programmierer und Journalisten zusammenbringen will, damit sie gemeinsam die Zukunft von Nachrichten und Medien neu denken.

Zur Hamburg-Premiere in dieser Woche schreibt eine der Organisatorinnen, Jennifer Schwanenberg:

Die Mehrheit der Anwesenden waren Journalisten oder zumindest journalistisch geprägte Menschen. Wie das bei uns Medienschaffenden gerade so ist, drehte sich ein großer Teil der Diskussion um uns selbst. Das sind wir so gewohnt, das haben wir so gelernt, da ist es schwierig raus zu kommen.

Ideen beim Hacks/Hackers-Treffen. Foto: Carolin Neumann

Ideen beim Hacks/Hackers-Treffen. Foto: Carolin Neumann

(…) dafür soll Hacks/Hackers ja sein – damit wir aufhören uns um uns selbst zu drehen und mal wieder was anpacken, was schaffen, einfach mal machen.

Ich mag den Hacks/Hackers-Ansatz, den ich bisher nur vom Hörensagen kannte und freue mich aufs gemeinsame Anpacken, das sich als Ziel unserer lokalen Gruppe herauskristallisierte. In Jennifers Blog könnt ihr Details lesen, wie das genau aussehen wird. Das nächste Treffen findet übrigens am 26. November bei Open Data City statt (Alter Teichweg 33). Ich bin gespannt! Mehr Infos findet ihr beizeiten in der Meetup.com-Gruppe.


  1. Ein Kollege ließ sich kürzlich dazu hinreißen, zu sagen, den Verlagen sei eh nicht mehr zu helfen… Vermutlich hatte er Recht. 

  2. Bald gibt’s auch den nächsten Jouvenir-Termin, Infos folgen!