"Stop Watching Us"-Demo

Foto: Flickr-Nutzer mw238, CC BY-SA 2.0

Es gibt viele Themen, für die es sich lohnt, auf die Straße zu gehen. Die Sorge, dass Privats- und Intimsphäre zugunsten von totaler Sicherheit immer weiter ausgehöhlt werden, bis wir uns eines Tages in einem Überwachungsstaat wiederfinden, ist ein verdammt großer, gewichtiger Grund, die heimische Couch zu verlassen.

Deswegen fahre ich kommenden Samstag nach Berlin zur „Freiheit statt Angst“-Demonstration und hoffe, dass sich mir möglichst viele anschließen!

Ein Problem lässt sich nicht ignorieren: Die globale Überwachung und die Maßnahmen vor der eigenen Haustür sind schwer fassbar, ihre Konsequenzen nicht so sichtbar wie „Die wollen uns unser YouTube wegnehmen“, die Befürchtung, die im Fall von Acta viele junge Menschen auf die Straße trieb. Entsprechend mau fiel – meiner Meinung nach – die Beteiligung an der letzten Demonstration in Hamburg vor einigen Wochen aus.

Umso mehr sind diejenigen unter euch gefragt, denen dieses Thema nah geht. Die verstehen, welch großer Unsinn „Ich habe doch nichts zu verbergen“ ist. Dass die Affäre weder beendet ist noch die Pflicht, sich zu schützen, beim Bürger liegt. (Was nicht heißt, dass es nicht wichtig ist, sensibler mit den eigenen Daten umzugehen.)

Also noch mal: Seid dabei! Nehmt die Reise auf euch! Es ist wichtig! Noch mal: Wichtig!

Was: Jahres-Demo Freiheit statt Angst
Wann: Samstag, 7. September, ab 14 Uhr
Wo: Berlin
Ab wo: Alexanderplatz/Karl-Marx-Allee
Wie: Ob mit Auto, Bus oder Bahn – fahrt gemeinsam, macht ’nen Party-Roadtrip draus (Tipp: Zeitgleich findet in der Hauptstadt übrigens das Berlin Festival statt!) Es gibt außerdem aus zahlreichen deutschen Städten organisierte Demo-Busse.