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	<title>Kommentare zu: Was für ein Twitterquatsch (3)</title>
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	<description>Journalistin</description>
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		<title>Von: Mirko</title>
		<link>http://carolin-neumann.de/2009/04/neue-gattung-twitter-interview/comment-page-1/#comment-6385</link>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 13:01:36 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist nach meiner Erfahrung nicht möglich, KEINE vorgefasste Meinung von etwas abzugeben. Ebenso ist es kaum machbar, hinreichend zu definieren, wann wer etwas ausreichend &quot;auf dem Schirm hat&quot;. 

Ich kann Caros Argument gut verstehen - verzichtet man auf die Beschränkung, stellt sich die Frage nach der Relevanz eben dieses Dienstes Twitter. Auf der anderen Seite finde ich die nicht-zensierbarkeit von Aussagen durchaus reizvoll. Noch effektiver glaube ich jedoch wäre eine solche Rahmenbedinung bei persönlichen Interviews, die mit mehreren Sinnen ablaufen, da sich doch da in der Regel die schönsten Gesprächsblüten entfalten. Ich kann mir vorstellen, dass ein Twinterview bei entsprechenden Gesprächspartnern eher einer sezierten Pressemitteilung als einem dynamischen Gespräch gleicht.

Am Rande: ich fänd&#039;s schön, wenn wir hier in Zukunft auf sarkastische Äußerungen wie &quot;dein Auskotzen geht also weiter&quot; verzichten könnten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nach meiner Erfahrung nicht möglich, KEINE vorgefasste Meinung von etwas abzugeben. Ebenso ist es kaum machbar, hinreichend zu definieren, wann wer etwas ausreichend &#8220;auf dem Schirm hat&#8221;. </p>
<p>Ich kann Caros Argument gut verstehen &#8211; verzichtet man auf die Beschränkung, stellt sich die Frage nach der Relevanz eben dieses Dienstes Twitter. Auf der anderen Seite finde ich die nicht-zensierbarkeit von Aussagen durchaus reizvoll. Noch effektiver glaube ich jedoch wäre eine solche Rahmenbedinung bei persönlichen Interviews, die mit mehreren Sinnen ablaufen, da sich doch da in der Regel die schönsten Gesprächsblüten entfalten. Ich kann mir vorstellen, dass ein Twinterview bei entsprechenden Gesprächspartnern eher einer sezierten Pressemitteilung als einem dynamischen Gespräch gleicht.</p>
<p>Am Rande: ich fänd&#8217;s schön, wenn wir hier in Zukunft auf sarkastische Äußerungen wie &#8220;dein Auskotzen geht also weiter&#8221; verzichten könnten.</p>
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		<title>Von: Carolin Neumann</title>
		<link>http://carolin-neumann.de/2009/04/neue-gattung-twitter-interview/comment-page-1/#comment-6382</link>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 07:38:12 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn man Interviews per Twitter führt, finde ich es aber ganz und gar nicht irrelevant, dass die 140-Zeichen-Begrenzung nicht eingehalten wird. Der halbe Witz am Microblogging ist doch eben diese Einschränkung, die uns dazu bringt, unsere Worte sorgfältig zu überdenken, auch mal länger an Formulierungen zu feilen, damit sie in die 140 Zeichen passen. Wenn sogar die Fragen auf mehrere Tweets ausgeweitet werden, verliert das Ganze für mich seinen Reiz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man Interviews per Twitter führt, finde ich es aber ganz und gar nicht irrelevant, dass die 140-Zeichen-Begrenzung nicht eingehalten wird. Der halbe Witz am Microblogging ist doch eben diese Einschränkung, die uns dazu bringt, unsere Worte sorgfältig zu überdenken, auch mal länger an Formulierungen zu feilen, damit sie in die 140 Zeichen passen. Wenn sogar die Fragen auf mehrere Tweets ausgeweitet werden, verliert das Ganze für mich seinen Reiz.</p>
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	<item>
		<title>Von: Carsten</title>
		<link>http://carolin-neumann.de/2009/04/neue-gattung-twitter-interview/comment-page-1/#comment-6381</link>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 05:05:27 +0000</pubDate>
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		<description>Dein Auskotzen geht also weiter. Ich mag das Wort nicht unbedingt, weil es etwas drastisch klingt, aber es passt. Ich verstehe darunter, eine vorgefasste Meinung abzusegnen, bevor man eine Sache gut genug auf dem Schirm hat. 

Da ich nun mal mit twinterview.de quasi direkt angesprochen werde, kann ich ja mal Stellung beziehen.  Deine Kritik an Twinterviews ist es, dass Fragen und Antworten nicht auf 140 Zeichen beschränkt werden. Würde man das machen, wäre die Kritik, dass 140 Zeichen nicht ausreichen, um sinnvolle Antworten zu geben. Dabei übersiehst du: Die 140 Zeichenbeschränkung einzelner Tweets ist überhaupt nicht relevant. Es ist ebenso irrelevant, ob ein Interview &quot;cool&quot; ist. Relevant ist, ob Interviews interessante Sachinformationen hervorbringen oder Gedankengänge eines Interviewten darlegen können. Und, ja, das funktioniert auch via Twitter. Dort kann man schnell Interviews einfädeln (wie das Interview mit Gerd Blank zum nur Stunden zuvor erfolgtem Niggmeier-Artikel über ihn), es können sich Externe direkt einmischen und es gibt eine Spannung, live dabei zu sein. En detail kann man dabei sicherlich kaum gehen, was ein generelles Manko von Interviews ist, sofern eine Sache tiefere Einblicke benötigt. Im Gegensatz zu Print-Interviews kann es eine inhaltliche Beschönigung nicht geben, die Antworten sind ja schon verewigt. Das gibt dem Interview mit MdB Kristina Köhler ihre eigene Note (was Sie über Twitter denkt, erklärt Sie übrigens heute Abend in ZAPP).

Das war&#039;s dann ja auch schon mit deiner &quot;Kritik&quot; und schwuppsala: Die Bedingungen eines Twinterviews entsprechen deinem Interview-Himmel. Vielleicht probierst du das einfach selbst einfach mal aus, bervor du erneut als Blinde über Farben spekulierst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dein Auskotzen geht also weiter. Ich mag das Wort nicht unbedingt, weil es etwas drastisch klingt, aber es passt. Ich verstehe darunter, eine vorgefasste Meinung abzusegnen, bevor man eine Sache gut genug auf dem Schirm hat. </p>
<p>Da ich nun mal mit twinterview.de quasi direkt angesprochen werde, kann ich ja mal Stellung beziehen.  Deine Kritik an Twinterviews ist es, dass Fragen und Antworten nicht auf 140 Zeichen beschränkt werden. Würde man das machen, wäre die Kritik, dass 140 Zeichen nicht ausreichen, um sinnvolle Antworten zu geben. Dabei übersiehst du: Die 140 Zeichenbeschränkung einzelner Tweets ist überhaupt nicht relevant. Es ist ebenso irrelevant, ob ein Interview &#8220;cool&#8221; ist. Relevant ist, ob Interviews interessante Sachinformationen hervorbringen oder Gedankengänge eines Interviewten darlegen können. Und, ja, das funktioniert auch via Twitter. Dort kann man schnell Interviews einfädeln (wie das Interview mit Gerd Blank zum nur Stunden zuvor erfolgtem Niggmeier-Artikel über ihn), es können sich Externe direkt einmischen und es gibt eine Spannung, live dabei zu sein. En detail kann man dabei sicherlich kaum gehen, was ein generelles Manko von Interviews ist, sofern eine Sache tiefere Einblicke benötigt. Im Gegensatz zu Print-Interviews kann es eine inhaltliche Beschönigung nicht geben, die Antworten sind ja schon verewigt. Das gibt dem Interview mit MdB Kristina Köhler ihre eigene Note (was Sie über Twitter denkt, erklärt Sie übrigens heute Abend in ZAPP).</p>
<p>Das war&#8217;s dann ja auch schon mit deiner &#8220;Kritik&#8221; und schwuppsala: Die Bedingungen eines Twinterviews entsprechen deinem Interview-Himmel. Vielleicht probierst du das einfach selbst einfach mal aus, bervor du erneut als Blinde über Farben spekulierst.</p>
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