Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass ich bis vor kurzem so meine Vorbehalte gegenüber dem Microblogging-Dienst Twitter hatte. Doch dann hat es mich gepackt und seither ist kaum ein Tag vergangen – außer Weihnachten vielleicht -, an dem mein Twitter-Fensterchen zugeblieben wäre. Ich habe festgestellt, dass dieses Twitter nicht nur eine ungemein spaßige Sache ist, sondern auch für meinen journalistischen und studentischen Alltag allerlei Vorteile bringt. Nirgendwo geht zum Beispiel die Vernetzung so schnell wie bei Twitter.

Doch am Anfang kann das Ganze, das weiß ich von mir selbst noch sehr gut, überwältigend sein. Auch die Vorteile erschließen sich dem Nutzer erst allmählich. Im Netz kursieren dutzende von Twitter-Extras – den Überblick zu bekommen, ist nicht leicht. „Anfängern“ lege ich deshalb vor allem diese fünf Twitter-Tools ans Herz. Außerdem habe ich diese diese Twitter-bezogenen Seiten schätzen gelernt:

Bei twitkritik.de bloggen fleißige Twitterer wie „bosch“ oder „PickiHH“ über kreative Schätze aus dem Microbloggingkosmos. Da geht es nicht bloß um Twitter-Coups wie den „Hudson-Tweet von Janis Krums“ neulich. (Wer von dem Thema noch gar nichts gehört hat, der sollte erst mal hier nachlesen.) Besonders schön zum Beispieldieser Beitrag zum Thema „Vokale sparen“.

Dann wäre da noch die Seite Historical Tweets, die am besten selbst beschreibt, worum’s auf ihr geht:

„Most people think Twitter was ‚created‘ in 2006. These are same people who think Richard Gere created Buddhism in the 1990s. Just before Madonna created yoga. Folks, like the sun, moon, and stars, Twitter has always been. This site proves it beyond a shadow of a doubt.“

Ein schönes Beispiel:

Zeitverschwendung in Perfektion gibt es auf twittervision.com, einer Weltkarte, die im fünf-Sekunden-Takt zufällige Tweets aus aller Welt anzeigt. Da kann man gut eine Viertelstunde vorsitzen, ohne es zu merken. Besser allerdings gefällt mir die deutsche Seite twittermap.de, wo der angemeldete Twitterer, sofern er vorher „map_de“ followt, sehen kan, wo seine eigenen Follower so in der Welt verstreut sind.

Wer’s ein bisschen ernsthafter und gerne auch mit Hintergrundinformationen mag, der sollte sich mit140zeichen.de anschauen, die Seite zum Twitter-Buch von Nicole Simon.

Und wenn Sie genug „Background“ nachgelesen haben, probieren Sie doch mal diese Spielerei aus: twtpoll. Dort können Sie Umfragen erstellen und dann via Twitter (oder auch Facebook) an ihre Freunde oder Follower schicken.

Wer jetzt noch nicht genug hat, kann unter anderem hier oder hier noch mehr Twitter-Tools finden.