Sarkozy verschenkt Zeitungsabos
Heute Morgen ist in der Süddeutschen zu lesen, dass Frankreichs Staatsoberhaupt Nicolas Sarkozy mit kostenlosen Zeitungsabos zum 18. Geburtstag der Pressekrise entgegen wirken will. Im Detail: Zu seinem 18. Geburtstag soll jeder Franzose für ein Jahr lang eine Tageszeitung kostenlos bekommen. So sollen junge Menschen für die gedruckte Zeitung begeistert werden. Getragen werden soll die Aktion von den Verlagen.
Nun weiß ich nicht, wie genau die Situation der Online-Medien in Frankreich aussieht. Doch ich gehe davon aus, dass unsere Nachbarn ähnliche Probleme haben wie wir: immer mehr alte Menschen, und die wenigen jungen Leute holen sich ihre Informationen längst aus dem Netz. Deshalb habe ich mich beim Lesen des Artikels gefragt, wie erfolgreich so eine Aktion überhaupt sein kann. Ich habe länger nicht mit einem 18-Jährigen gesprochen, aber wenn ich mich recht entsinne, können Sie den jungen Leuten noch so viele Zeitungsabonnements schenken – ihr Leben findet längst im Netz statt. Die gedruckte Zeitung konnte ja schon kaum jemanden mehr begeistern, als ich 18 war, und ich muss gestehen, dass auch ich als Teenager mit dem Print so meine Probleme hatte.
Was meinen Sie? Sind kostenlose Abos für Volljährige eine vielversprechende Art, der Pressekrise entgegen zu wirken? Liege ich vielleicht falsch und in Frankreich ist die Situation ohnehin ganz anders? Dann klären Sie mich bitte auf.